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Abteilung Fussball

Der erste Hinweis auf einen Eicher Fußballverein findet sich im Protokollbuch unter dem Datum 23. März 1923 über ein Streitgespräch zwischen dem Turnverein und dem Fußballverein Eintracht über die Nutzung des Sportplatzes „Im Breitholz". 

Gründungs-Mannschaft Saison 1924/1925

Von diesem Tag an nannte sich der Verein „Turnverein Eintracht Eich". 

Es dauerte dann noch weitere Jahre, bis am 9. Januar 1928 eine Verschmelzung mit dem Turnverein endgültig vollzogen wurde.

Von diesem Tag an nannte sich der Verein "Turnverein Eintracht Eich"


Aber der Sportplatz Im Breitholz bereitete immer wieder Probleme. Im Winterhalbjahr war er nur unter erschwerten Bedingungen erreichbar und bespielbar. Zudem war er in seinen Abmessungen nicht für den Verbandsspielbetrieb tauglich. Der Verein setzte den Platz mit Hilfe eigener finanzieller Mittel und eines Arbeitsprogramms für Eicher arbeitslose Jugendliche Instand.

Ein reger Sport- und Trainingsbetrieb setzte 1938 auf dem Sportplatz ein. Erstmals konnte auf dem Sportplatz sogar eine A-Jugendmannschaft das Fußballspielen ausüben.

Mit dem Ausbruch des zweiten Weltkrieges ruhte dann zwischen 1939 und 1945 der Spielbetrieb.
Am 16. Dezember 1945 wurde nach Kriegsende der Sportverein auf Wunsch der Eicher Jugend wiederbelebt.


Unter dem neuen Namen Sportvereinigung Eintracht Eich wurden wieder Fußball und Leichtathletik betrieben. Das Turnen und auch der Name Turnverein waren von der Militärregierung nicht zugelassen worden. 

Der Vereinsschwerpunkt sollte sich in den folgenden Jahren auf den Fußball verlagern. Aber aller Neuanfang ist schwer!

Die ersten Spiele 1946 gegen Nickenich gingen mit 3:4 Toren und gegen die Sportvereinigung Andernach mit 0:8 Toren verloren. Mit viel Einsatz musste der Sportplatz weiter vergrößert und neu hergerichtet werden. Kurzerhand wurden alle Vereinsmitglieder verpflichtet, Arbeiten auf den Sportplatz zu verrichten. 

Nach monatelangem Einsatz konnte dann am 29. Juli 1947 der neue Platz mit einem großen Fest eingeweiht werden.

Der Weg zum Sportplatz wurde unter Beteiligung aller, auch der auswärtigen Mannschaften, in einem Festzug zurückgelegt. Eine Schüler- und eine Jugendmannschaft sowie die Senioren konnten sich in Freundschaftsspielen erfolgreich in Szene setzen.


In den Meisterschaftsrunden konnte man bereits 1949 die Meisterschaft feiern und in die erste Kreisklasse aufsteigen. Aber bereits zwei Jahre später musste die 1. Mannschaft wegen Überalterung und Spielermangel wieder abgemeldet werden. Umso erfreulicher war es dann, dass die Schüler und Jugendmannschaften an der Tabellenspitze standen und sogar vier Eicher A-Jugendliche (Günter Kaltenborn, Leo Nix; Alfred Müller; Lothar Schäfgen) Lehrgänge an der Sportschule des Fußballverbandes auf dem Oberwerth absolvieren durften und in der Verbandsauswahl mitspielten.

Der Erfolg im Jugendbereich kam nicht von ungefähr, sondern war mit einem Namen verbunden: Hauptlehrer Johann Baptist Schwab. In Schule und Verein förderte er sehr vielseitig den Sport in Eich und animierte ganze Klassengemeinschaften zum Fußballspielen. Er organisierte bereits 1951 eine Reise der A-Jugend nach Aschaffenburg oder den Besuch eines Länderspieles gegen Irland in Köln. Sehr von Nutzen war dabei auch sein Amt als Kulturreferent im Fußballverband Rheinland.


In den sportlichen Belangen der ersten Mannschaft lief es bis 1955/56 nicht mehr so gut. Die Mannschaft überalterte und einige der Jugendspieler schlossen sich anderen Vereinen an.

Es gelang 1956 mit Hilfe einiger alten Routiniers und jungen Spielern eine kampfkräftige Mannschaft auf die Beine zu stellen. Die Begeisterung über die neu gewonnene Spielstärke zeigte sich besonders darin, dass zu Auswärtsspielen ein oft waren es auch zwei Postbusse Spieler und Zuschauer zu den Spielen beförderten.

Der Bimsabbau in Eich ermöglichte es dann 1958, dass der Eicher Sportplatz Im Breitholz auf fast „internationale" 100x62 Meter Spielfläche vergrößert und Gerätehalle und Umkleidemöglichkeiten gebaut werden konnten.

Als am 1. Juni 1958 dann der Sportplatz eingeweiht werden konnte, präsentierte sich auf dem neuen Spielfeld eine sehr junge Eicher Mannschaft, die in einem großen Spiel ihren internationalen Gegner aus Echternach (Luxemburg) mit 3:2 Toren besiegen konnte und in den nächsten Jahren das Fußballspiel in Eich stark voranbringen sollte.

Am Spielbetrieb nahmen neben der ersten Mannschaft auch eine Reservemannschaft und mehrere Jugendmannschaften teil.


Mit einem Spiel gegen Kaltenengers nahm die erste Alte-Herren-Mannschaft 1958 den Spielbetrieb auf.

Im Jahre 1961 wurde dann das erste große Jubiläum gefeiert; der Sportverein wurde 50 Jahre alt.

Die 1.Mannschaft wagte sich dabei an die vier Klassen höher spielende holländische Mannschaft der Waubachse Boys heran und verlor standesgemäß mit 11:0 Toren. Trotzdem sollte zu Beginn der 60-iger Jahre eine der spielstärksten Eicher Mannschaften heranwachsen.

In Nickenich konnte 1965 zum dritten Mal hinter einander der Turniersieg errungen und der Wanderpokal endgültig mit nach Eich geholt werden. In den folgenden Jahren waren zwei Aufstiege bis in die A- Kreisklasse zu verzeichnen. Die Begeisterung in Eich war groß; vierhundert Zuschauer bei den Derbys gegen umliegende Dörfer waren keine Seltenheit.

Bei einem Torverhältnis von 156:26 Toren war die Spieltaktik zwar klar, brachte aber den Torwart in manche Bedrängnis: Wenn der Torwart einen Treffer zulässt, müssen wir halt zwei Tore schießen!

Und auch die A-Jugend konnte glänzen: 1966 wurde sie Kreismeister.


Bis Ende des Jahrzehntes spielte die 1. Mannschaft mit wechselnden Erfolgen. Ein Abstieg konnte 1969 in letzter Minute noch verhindert werden und 1970 erreichte man wieder einen Platz im Mittelfeld der Tabelle.

Die A-Jugend wurde aus Spielermangel wieder abgemeldet.

Zum sechzigsten Stiftungsfest im Jahre 1971 wurde der Deutsche Meister der Amateure TV Jülich für ein Freundschaftsspiel verpflichtet. Verstärkt durch einige Akteure der Sportvereinigung Andernach verlor man nach einen sehenswerten Spiel gegen den Amateurmeister nur knapp mit 2:3 Toren.

Alfred Zenz- „Shake-Hands" gegen den SV Jülich 1971


Zu dieser Zeit wurde in Eich auch Damenfußball gespielt.

In einem Einlagespiel der gleichen Veranstaltung unterlag die Damenmannschaft gegen Moselkern mit 0:2 Toren.


In den frühen 70er Jahren war eine rege Bautätigkeit in Eich angesagt. Der Sportplatz wurde an die Wasser- und Abwasserversorgung angeschlossen und 1974 wurden die Umkleide- und Duschkabinen auf dem Sportplatz in Betrieb genommen. Für die Zuschauer wurde die Schutzhütte errichtet.


Der Abschluss dieser Baumaßnahmen bildete 1978 das Sportlerheim. Die angeführten Aus- und Umbauarbeiten wurden zum größten Teil in Eigeninitiative der Vereinsmitglieder und der tatkräftigen Unterstützung Eicher Firmen ausgeführt. In Eich selbst wurde 1979 der Turnhallenbau am Burplatz realisiert. Dies begünstigte das Vereinsleben durch neue Abteilungen wie Tischtennis und Damengymnastik und wirkte sich auch für die Fußballer günstig aus. Jugend- und Seniorenmannschaften konnten nun auch im Winter regelmäßig Trainingsstunden abhalten und waren nicht auf Provisorien wie die Tanzsäle, den Schulkeller oder die Rhein-Main-Hallen angewiesen.


Von sportlicher Bedeutung war 1973 die Gründung der Jugendspielgemeinschaft mit der Sportvereinigung Nickenich. Sinkende Jugendspielerzahlen (man sprach damals vom Pillenknick) veranlassten beide Vereine eine Jugendspielgemeinschaft zu bilden. Sportlich gesehen brachte die Spielgemeinschaft beachtliche Erfolge. Jugendmannschaften waren in allen Alterklassen vertreten und konnten erfolgreich an den Spielrunden vordere Plätze belegen.

A-Jugend 1980/1981


Der sportliche Erfolg blieb 1976 der 1.Mannschaft versagt. Sie schaffte nicht mehr den Klassenerhalt und stieg in die B-Klasse ab. Ein Jahr später wurde dann zum ersten Mal eine Spielgemeinschaft im Seniorenbereich mit dem SV Kell gegründet, die fünf Jahre bis 1981 andauern sollte.

Obwohl die Spielgemeinschaft beendet wurde, blickte man im Jubiläumsjahr 1981 zuversichtlich in die nächste Spielsaison. Durch personelle Verstärkungen und eigenen Nachwuchs aus der Jugend konnte man mit Optimismus in die Zukunft blicken und sichere Tabellenplätze in der Kreisliga B erringen.

Aber im Jubiläumsjahr 1986 sollte es noch einmal dramatisch eng zugehen. Erst in einem Entscheidungsspiel gegen den SCC Saffig, das nach Verlängerung mit 4:3 Toren gewonnen wurde, erreichte man einen Relegationsplatz und mit Elfmeterschiessen gegen Unkelbach wurde der Klassenerhalt in letzter Minute gesichert. Auch die Jugendspielgemeinschaft Nickenich/Eich konnte das Jahr mit hervorragenden Resultaten abschließen.

Die B-Jugend in der Leistungsklasse und die C-Jugend konnten die Meisterschaft und die A-und die F-Jugend gute zweite Plätze am Saisonende belegen. Die Seniorenmannschaft sollte dann in der Saison 87/88 wieder zu den Top-Mannschaften der Klasse zählen.


Nach einem fulminanten Start mit 10:0 Punkten spielte die Mannschaft in der Spitze der B-Klasse mit und sicherte sich den Aufstieg in die A-Klasse, die man dann aber 1990 wieder verlassen musste. Junge Spieler leiteten dann 1993 wieder einen Umschwung ein.

Als B-Ligist wurde die Mannschaft Kreispokalsieger und in der Relegationsrunde wurde der Aufstieg in die A-Klasse errungen. In der neuen Saison sollte ein in Eich bisher nicht gekannter und auch nicht unbedingt erwarteter Höhenflug fortsetzen, dem sich auch die zweite Mannschaft anschließen sollte.

Die nunmehr wieder als Spielgemeinschaft SG Eich/Kell antretenden Mannschaften schafften den Aufstieg.
Die zweite Mannschaft spielte in der C-Klasse und die erste konnte in der Relegation mit Siegen über Oberkostenz/Kappel und Kettig erstmals in der Vereinsgeschichte in der Bezirksliga aufspielen


Aber nicht lange. Denn wiederum gelang es, eine Stufe höher zu klettern; die Landesliga war erreicht. Nachdem in einem entscheidenden Spiel am letzten Spieltag der VFL Niederbieber bezwungen werden konnte, war der dritte Aufstieg in Folge perfekt. Erstmals in Vereinsgeschichte wurde die Landesliga erreicht.

Aufsteiger in die Landesliga 1995

Auf dem Eicher Sportplatz gab es Zuschauerzahlen, die an die Zeit der sechziger Jahre erinnerten. Zweihundert bis dreihundert Zuschauer waren keine Seltenheit bei den Derbys der näheren Umgebung gegen Plaidt, Mülheim oder Oberwinter und bei Auswärtsspielen.


Bis hin in den Trierer Raum, an die belgische Grenze, auf den Hunsrück oder in den Westerwald begleiteten viele Fans die Fußballer der Spielgemeinschaft Eich/Kell.

Aber das erste Jahr zeigte schon die Schwere der neuen Aufgabe. Die junge Mannschaft spielte von Anfang an mit dem Ziel Klassenerhalt.

Von Beginn an sammelte und feierte man jedes Pünktchen und am Ende der ersten Saison in der Landesliga wurde das Klassenziel knapp erreicht.

Auch in der Saison 1996/1997 änderte sich an dieser Ausgangslage nichts.
Bis zum vorletzten Spieltag dauerte es, als der Klassenerhalt mit einem imposanten 9:0 Kantersieg gegen Mülheim/K. gesichert werden konnte.


Dass die Mannschaft fußballerisch auf dem Sportplatz überzeugen konnte, zeigte sie am 1. April 1997. Im Rheinlandpokalspiel gegen den Oberligisten TUS Koblenz unterlag die Mannschaft zwar mit 1: 4 Toren; mit kampfbetontem Spiel und auch einigen guten Torchancen konnte die Partie jedoch lange Zeit offen gehalten werden.

In der Saison 1997/1998 konnte dann der Klassenerhalt nicht mehr gesichert werden. 

In der folgenden Bezirksligarunde wollte man mit neuem Trainer junge Spieler in der Mannschaft etablieren und im oberen Drittel der Liga mitspielen. Dies gelang sehr überzeugend. Der zweite Tabellenplatz in der Bezirksliga ermöglichte es den relegationserprobten Kombinierten aus Eich und Kell, Landesligafußball auf dem Eicher Sportplatz darzubieten.

Die immer dünner werdende Spielerdecke der ersten und zweiten Mannschaften waren die Gründe dafür, dass in der Bezirksligasaison die Mannschaften als SG Eich/Kell/Namedy in Erscheinung traten.


Die neunziger Jahre mit vier Aufstiegen in Folge und schönem Fußball haben dem Eicher Fußballpublikum viel Freude bereitet. Auf das Erreichte konnte man sehr Stolz sein. Aber die Relegationsrunde 2000 verstärkte leider die Probleme, weil die Regenerationsphase zu kurz war.

In der Landesligasaison 2000/2001 konnte der Klassenerhalt nicht mehr gesichert werden.
Als der Fußballverband Rheinland in der Saison 2003/2004 die Landesligen abschaffte, war als Ziel das Erreichen eines Qualifikationsplatzes für die neue eingerichtete Bezirksliga Mitte ausgegeben worden. Dieses Ziel wurde leider zunächst verpasst.

Ein weiterer Meilenstein war 2005 die Fertigstellung des Eicher Sportplatzes mit einem Kunstrasen als Spielfeld.



Sportlich hervorzuheben war auch der Gewinn des Kreispokalendspieles. Die Spielgemeinschaft wurde erweitert und nannte sich fortan SG Eich-Nickenich-Kell. Nach sechs Spielzeiten in der A-Klasse war es wieder soweit: der Aufstieg in die Bezirksliga war geschafft.

Der regionale Zuschnitt mit Mannschaften aus dem Raum Koblenz, Rhein, Ahr und Mosel und Hunsrück ermöglichte viele interessante Spiele mit lokalem Charakter und kurzen Wegen für Spieler und Zuschauer.

Auch im Jubiläumsjahr 2011 spielt die Mannschaft in der Bezirksliga Mitte. Im letzten Saisonspiel konnte durch einen 6:3 Heimspiel-Sieg gegen Sargenroth die Klasse gerettet werden. Dementsprechend war die Freude groß

- Viel Glück für die kommende Saison.


SV Eintracht Eich e.V.

Unsere Senioren-Fußballmannschaften:

 

 

 

Hinten: Patrik Melcher, Ralf Wendel, Dominik Bersch, Florian Nix,Andreas Rau

 

Mitte v.l.: Christof Auer, Max Hilt, Thomas Waldecker, Paul Meißner, Patrik Oster, Christian Schulz, Trainer Jürgen Krayer

 

Vorne v.l.: Pascal Dahr, Andreas Lottre, Alexander Schulden, Frank Groß, Alexander Keller, Daniel Bons 

 


Unsere II. Mannschaft

Hinten v.l.: Trainer Lars Lespagnol, Marc Vogel, Michael Vogel, Sebastian Neukirch, Sascha Koch, Daniel Bons, Guido Laux, Tim Stoffels, Kurt Königsfeld, Alexander Keller, Betreuer Thomas Aldenhoven.

Vorne v.l.: Christian Pfeiffer, Kevin Pleyer, Thomas Klein, Tobias Gertner, Lukas Mosen, Wladimir Schlosser, Sebastian Schmitz, Waldemar Bitter und Neuzugang Phillip Pirot.

Es fehlen: Markus Waldecker, Peter Kirchesch, Mike Oberender, Peter Becker, Sascha Radtke, Basti Roch, Christian Bläser, Johannes Schmidtgen, Kai Schmitz, Denis Jablonski.

 

Pellenz-Cup-Sieger - Herzlichen Glückwunsch!